
Uroprostan Kapseln
20 Kapseln
Enthält: Kürbisextrakt, Brennnesselextrakt, Tribulus terrestris Extrakt und 2 weitere
3,90 € pro Taglaut Hersteller, Stand 03.11.2026
Pflanzliche Prostatamittel haben eine lange Tradition, und die EU hat einen Teil davon in Monographien festgehalten. Diese Seite sortiert: welche Pflanzen in solchen Mitteln stecken, was die EMA zu Kürbissamen, Brennnesselwurzel und Ginseng sagt, was die EU-Liste zu Vitamin C erlaubt und wie sich das in zwei Kapselpräparaten wiederfindet. Die Texte der EMA beschreiben Arzneimittel. Nahrungsergänzungsmittel wie Prostalis und Uroprostan stehen daneben, mit eigenen Regeln für das, was auf der Packung stehen darf.

20 Kapseln
Enthält: Kürbisextrakt, Brennnesselextrakt, Tribulus terrestris Extrakt und 2 weitere
3,90 € pro Taglaut Hersteller, Stand 03.11.2026

20 Kapseln
Enthält: Kürbisextrakt, Brennnesselextrakt, Tribulus terrestris Extrakt und 2 weitere
4,90 € pro Taglaut Hersteller, Stand 09.10.2026
| Präparat | Form und Packung | Hauptstoffe | Preis pro Tag | Bericht |
|---|---|---|---|---|
Uroprostan Kapseln |
20 Kapseln | Kürbisextrakt, Brennnesselextrakt, Tribulus terrestris Extrakt und 2 weitere | 3,90 € pro Taglaut Hersteller, Stand 03.11.2026 | Bericht lesen |
Prostalis Kapseln |
20 Kapseln | Kürbisextrakt, Brennnesselextrakt, Tribulus terrestris Extrakt und 2 weitere | 4,90 € pro Taglaut Hersteller, Stand 09.10.2026 | Bericht lesen |
Tipp: Die Tabelle lässt sich seitlich verschieben.
Im Regal liegen zwei Arten nebeneinander. Das pflanzliche Arzneimittel ist zugelassen oder als traditionelles Arzneimittel registriert, darf ein Anwendungsgebiet nennen und liegt mit Beipackzettel in der Schachtel. Das Nahrungsergänzungsmittel wird dagegen nicht zugelassen: Der Hersteller meldet es spätestens zum ersten Verkauf beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit an, eine Genehmigung erteilt das Amt nicht. Beide Wege sind erlaubt, sie unterscheiden sich darin, was auf der Packung stehen darf; erkennen lässt sich der Weg an Nummer und Beipackzettel hier, am Hinweis Nahrungsergänzungsmittel dort. Für die Registrierung als traditionelles Arzneimittel muss ein Mittel mindestens 30 Jahre in Gebrauch sein, davon 15 in der EU. Gesundheitsbezogene Aussagen auf Lebensmitteln sind nur erlaubt, wenn sie in der EU-Liste stehen. Für Vitamine und Mineralstoffe stehen dort mehrere Sätze, für Pflanzenextrakte wie Kürbis, Brennnessel, Tribulus oder Ginseng keiner.
Was steht in den Monographien? Zu beiden Pflanzen liegt eine EMA-Monographie vor: zu Kürbissamen (Cucurbita pepo) vom 20. November 2012, zu Brennnesselwurzel in überarbeiteter Fassung vom 22. Januar 2025. Beide Texte beschreiben ein traditionelles Mittel bei Beschwerden des unteren Harntrakts durch eine gutartig vergrößerte Prostata; beim Kürbis kommt die überaktive Blase hinzu. Als Zubereitung kennt die Kürbis-Monographie ganze Samen, Extrakte und Öl, die zur Brennnesselwurzel Tee und mehrere Extrakte. Beide setzen voraus, dass ein Arzt ernste Ursachen vorher ausgeschlossen hat, beide gelten für Erwachsene, für Kinder und Jugendliche unter 18 ist keine Anwendung vorgesehen, und beide halten eine Anwendung über längere Zeit für möglich. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln führen beide Texte nicht auf, Fälle von Überdosierung ebenfalls nicht. „Traditionell“ bedeutet hier: Die Verwendung beruht allein auf langer Erfahrung, nicht auf Studien.
Die Kapseln nennen Auszüge aus Kürbis und Brennnessel. Die Monographien dagegen beschreiben Arzneimittel mit festgelegten Pflanzenteilen und Zubereitungen; sie erklären die Pflanzen und sind keine Zulassung der Kapseln. Wie eine gutartige Vergrößerung verläuft und was die Urologie anbietet, beschreibt der Beitrag Prostata vergrößert.
Wie steht es um Tribulus und Ginseng? Tribulus terrestris führt die EMA im Bereich Harnwege und Gynäkologie. Eine EU-Monographie wie für Kürbissamen oder Brennnesselwurzel gibt es für Tribulus nicht. Ginseng ist die Wurzel einer ostasiatischen Heilpflanze, die dort seit langem als Tonikum gilt. Die EU beschreibt Ginsengwurzel (Panax ginseng) als traditionelles Arzneimittel bei Schwäche und Müdigkeit, nicht bei Prostatabeschwerden. Zu beiden Pflanzen steht in der EU-Liste kein Satz. In einem Nahrungsergänzungsmittel treten sie deshalb als Zutaten auf, Aussagen zur Wirkung sind dafür nicht freigegeben. Wer solche Kapseln vergleicht, achtet auf eine Zutatenliste mit Pflanzennamen.
Welche Rolle spielen Vitamine? Für Vitamine und Mineralstoffe führt die EU-Liste Sätze, die Anbieter verwenden dürfen. Zu Vitamin C gehören etwa die Angaben, dass es zu einer normalen Funktion des Immunsystems beiträgt, zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress und zur Verringerung von Müdigkeit. Für Zink, das in anderen Prostatapräparaten vorkommt, ist die Angabe zugelassen, dass es zur Erhaltung eines normalen Testosteronspiegels im Blut beiträgt. Diese Sätze betreffen den ganzen Körper, kein einzelnes Organ. Einen Satz zur Prostata gibt es für kein Vitamin und keinen Mineralstoff. Prostalis und Uroprostan führen Vitamin C in der Zutatenliste.
Von den fünf Bestandteilen haben Kürbis und Brennnessel eine EMA-Monographie zu Beschwerden beim Wasserlassen, Ginseng eine zu Müdigkeit und Schwäche, Tribulus keine; für Vitamin C sind Angaben zum Immunsystem und zum Zellschutz zugelassen. So lässt sich jede Zeile der Zutatenliste einordnen. Dieselbe Leseregel gilt für andere Präparate: Zutat für Zutat nachschlagen, auf Pflanzenteil und Zubereitung achten, die Sätze der EU-Liste erkennen. Beide Präparate werden zweimal täglich genommen. Wie eine Kur abläuft, was sie kostet und wie bestellt wird, steht auf der Seite Prostata Kapseln. Die ausführlichen Berichte liefern Uroprostan und Prostalis, die Gegenüberstellung steht unter Alle Präparate im Vergleich, den Überblick über Tabletten und Kapseln gibt die Startseite.
| Kriterium | Darauf achten Sie |
|---|---|
| Arzneimittel oder Nahrungsergänzung | Zulassungs- oder Registriernummer und Beipackzettel kennzeichnen ein Arzneimittel, der Aufdruck „Nahrungsergänzungsmittel“ ein Lebensmittel. |
| Benannte Pflanzen | Auszüge mit Pflanzennamen, möglichst auch botanisch, lassen sich in den EMA-Monographien nachschlagen. |
| Aussagen auf Packung und Seite | Zulässig sind Sätze von der EU-Liste, etwa zu Zink oder Vitamin C. Für Pflanzenauszüge enthält sie keine. |
| Einnahme und Kurlänge | Pflanzliche Mittel werden über längere Zeit genommen. Eine Flasche für zehn Tage und Pakete bis 80 Tage erlauben es, in Etappen zu planen. |
Nur Sätze von der EU-Liste der gesundheitsbezogenen Angaben. Sie betreffen einzelne Vitamine und Mineralstoffe, etwa Zink und den Testosteronspiegel oder Vitamin C und das Immunsystem. Ein Satz zur Prostata ist nicht darunter. Beschwerden als Anwendungsgebiet zu nennen, bleibt Arzneimitteln vorbehalten, deshalb beschreiben Nahrungsergänzungsmittel Zutaten und Einnahme.
Das richtet sich nach dem Präparat. Prostalis und Uroprostan führen Vitamin C auf, andere Mittel kombinieren Pflanzenauszüge mit Zink oder weiteren Vitaminen. Ein Blick auf die Zutatenliste klärt es; eine zugelassene Angabe zur Prostata finden Sie bei keinem Vitamin. Die Sätze, die es für Vitamin C und Zink gibt, stehen oben im Abschnitt zu den Vitaminen.
Einen Labortest führen wir nicht durch. Verglichen wird, was sich nachlesen lässt: Zutaten mit Pflanzennamen, Einnahme, Länge der Kur, Preis pro Tag und Zahlungsweg. Das Ergebnis steht in der Tabelle unter Alle Präparate im Vergleich, die Maßstäbe beschreibt die Seite „So wählen wir Präparate aus“.
Die Monographien nennen für Kürbissamen leichte Magen-Darm-Beschwerden, für Brennnesselwurzel Übelkeit, Sodbrennen, Völlegefühl und Durchfall sowie allergische Reaktionen. Wer auf eine Zutat allergisch ist, nimmt das Präparat nicht. Fieber, Krämpfe, Blut im Urin, Schmerzen beim Wasserlassen oder Harnverhalt gehören sofort in ärztliche Hände. Bei Dauermedikamenten klären Sie die Einnahme vorher mit der Praxis oder der Apotheke.
Fachredakteur für Nahrungsergänzung und Lebensmittelkennzeichnung, kein Arzt Redaktionell erstellt
Seit Jahren beschäftige ich mich mit Etiketten, Pflichtangaben und Angebotsseiten von Nahrungsergänzungsmitteln. Ich erkläre, was in einem Präparat steckt, wie es eingenommen wird und wie die Bestellung abläuft. Arzt bin ich nicht; meine Texte ersetzen keinen Termin in der Hausarzt- oder Urologiepraxis.